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 Unterwasserfotos vom Sudan sind online

 


 

Lobrede auf die Langsamkeit

Langsamkeit ist in der heutigen Welt nicht gerne gesehen.
Der Schnelle ist der Gewinner, wer langsam arbeitet, bleibt hinter den anderen zurück.
Manche Leute sehen Langsamkeit sogar als Schwäche.
Langsame Menschen?
Wer braucht die schon, die sind doch sowieso nur ein Klotz am Bein.
Doch hat Langsamkeit sehr wohl auch ihre guten Seiten und muss nicht nur als störend empfunden werden.
Inmitten all der heutigen Hektik kann sie auch eine beruhigende Wirkung haben, ein Ruhepol in all dem Stress.
So sollte man langsame Menschen auch nicht einfach als schwach betrachten.
Wer eine Aufgabe langsam angeht und sie Schritt für Schritt erledigt, dessen Ergebnis ist dann wohl auch sorgfältiger als die Arbeit eines Menschen, der alles in riesigen Sprüngen schafft.
Man steht nicht unter demselben Druck wie jemand, der nur an Erfolg und Karriere denkt.
Verbringt man seine Zeit mit einer schnellen, ja vielleicht sogar mit einer zu schnellen Person, dann kann es schon mal vorkommen, dass man gehetzt oder überfordert ist.
Aber mit einer langsamen Person?
Da benötigt man für den Weg vom Kino zur Bushaltestelle vielleicht ein paar Minuten länger, was solls!
Aus Langsamkeit hatte wohl noch nie jemand ein Magengeschwür oder einen Nervenzusammenbruch.
Sie schafft keine gesundheitlichen Probleme, eher das Gegenteil.
Mit einer langsamen Person hat man Zeit. Zeit, um zu reden, Zeit, um zu denken.
Das wollen oder brauchen die Menschen ja eigentlich auch.
Einfach mal ausspannen und nicht immer von einem Ort zum andern rennen.
Es gibt wohl Menschen, denen ist gar nicht bewusst, dass man die Dinge auch mal langsam angehen sollte.
Nicht immer nur ans Geldverdienen denken, auch mal an sich selbst!
Dennoch sollte man immer darauf achten, dass Langsamkeit nicht zu etwas Lästigem wird.
In übertriebenem Masse wird sie dann doch berechtigt als störend empfunden.
Trotzdem sollte einem immer bewusst sein, dass Schnelligkeit nicht alles ist, und dass es da irgendwo auch noch etwas anderes gibt…

Jeanette Plüss